10 Jahre ELAS Eisenhüttenstadt
Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Firma ELAS – Elektroanlagenbau Eisenhüttenstadt GmbH erschien in der Regionalzeitung "Der Oderlandspiegel" - Ausgabe vom 27./28. September 2008 ein Artikel, dessen Wortlaut Sie hier noch einmal nachlesen können.Eisenhüttenstadt. Am vergangenen Samstag wurde bei der ELAS – Elektroanlagenbau Eisenhüttenstadt GmbH gefeiert. Mitarbeiter/innen und Partner freuten sich gemeinsam über das zehnjährige Bestehen der Firma.
Wird ein Firmenjubiläum gefeiert, wird auch über den Erfolg nachgedacht. Geschäftsführer Rolf Reusner bringt ihn auf eine schlichte Formel:
„10 Jahre ist uns das nun schon gelungen, weil wir mit fachlicher Kompetenz, Disziplin und Genügsamkeit gemeinsam an einem Strang ziehen.“
Vor zehn Jahren wurde die ELAS ins Handelsregister eingetragen. Sie ging aus einer Niederlassung der ELAS Wittenberge hervor. In Vorwende-Zeiten war es der Bereich Elektro des Wohnungs- und Gesellschaftsbau-Kombinates. Bereits damals war der Standort in der Fährstraße. Hier zog vor 32 Jahren Rolf Reusner als Lehrling zum ersten Mal den Blaumann an. Als Elektromonteur lernte er das Arbeiten auf der Baustelle. 1986 entschied er sich für ein Fernstudium. 1992 wurde er Diplom-Ingenieur für Elektroenergieanlagen. Zuerst wurde er als Projektleiter eingesetzt, später als Niederlassungsleiter. So richtig funktionierte es nicht mit dem aus der Ferne gesteuerten Betrieb. Als der Eigentümer die Niederlassung los werden wollte, griff Reusner zu: „Ich wollte den Haufen zusammenhalten. Wir sind hier wie eine große Familie.“
Trotz einigem Aufräumen und Umstrukturieren veränderte sich die ELAS für die Kunden kaum. Weiterhin wurden und werden Elektroinstallationen in Wohn- und Gewerbebauten durchgeführt. Bei kniffligen Aufgaben, wie die Sanierung von Altenpflegeheimen im bewohnten Zustand, haben sich die ELAS-Fachleute einen guten Ruf erarbeitet. Dafür sind sie in ganz Brandenburg unterwegs. Zur Zeit arbeiten sie in einem Pflegeheim in Berlin-Dahlem. Um die Koordination dieser Baustellen wie auch die der Krankenhäuser und öffentlichen Einrichtungen kümmert sich Projektleiter Wolfgang Hauke. Weiterhin gehören Wohnungsunternehmen, kommunale Verwaltungen und ArcelorMittal gehören zu den ständigen Auftraggebern von ELAS.
Auch Rolf Reusner musste stets lernen: „Heute mache ich nicht mehr jeden Auftrag um der Arbeit willen.“ Wenn an einem Auftrag nichts verdient wird, war er es nicht wert. Vorsichtig ist Reusner auch als Subunternehmer geworden. Wie viele Firmen hat auch er hier schon Nasse gemacht. Da gilt es eben genau hinzugucken, mit wem man zusammenarbeit.
Mittlerweile findet ein Wandel in den Aufgaben der Firma statt. Immer öfter wird Automatisierungstechnik, zum Beispiel Gebäudeautomation für den Sonder- und Industriebau installiert. Dazu gehören unter anderem Klima-, Verschattungs- oder Entrauchungsanlagen. Seit fünf Jahren engagieren sich die ELAS-Fachleute auch auf diesem Gebiet. „Da wollen wir uns etablieren“, sagt Rolf Reusner. „Der Markt gibt es her.“ Vor allem Projektleiter Dirk Lehmann kümmert sich hier um die Kundenwünsche. Parallel muss die Weiterbildung im eigenen Hause forciert werden. „80 Prozent unseres Personals ist seit mehr als 20 Jahren in der Firma“, stellt Rolf Reusner fest. „Mit vielen Monteuren bin ich selbst noch unterwegs gewesen.“ Der Geschäftsführer hält viel davon, die eigenen Leute auszubilden: „Vom Arbeitsmarkt bekomme ich nicht die, die ich brauche. In die Baubranche muss man hineinwachsen.“ Derzeit besuchen zwei junge Männer, die bereits bei ELAS gelernt haben, einen dreijährigen Techniker-Lehrgang.
Daniel Gerhard und Rene Rösler gehen drei mal in der Woche nach Feierabend zur Schule. Außerdem werden drei Lehrlinge zu „Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik“ ausgebildet.
2009 soll wieder ein junger Mensch eine Chance bekommen. „Wir bilden aus, mit dem Ziel, die Leute zu übernehmen“, erklärt Reusner. „Und ich übernehme auch Lehrlinge, wenn wir nicht genügend Arbeit haben.“ Um beim Werben um Aufträge ganz vorn mitmischen zu können, wurde das Unternehmen 2001 nach „ISO 9001-2000“ zertifiziert. Die Qualitätsnorm wurde seitdem jedes Jahr bestätigt. Darum kümmert sich Sachbearbeiterin Katja Freund, die sich als hausinterne Auditorin qualifiziert hat.
Für die Zukunft der Firma will Rolf Reusner die bisherige Linie weiterführen: „Von der Akquise bis zu Abnahme, von der Kalkulation bis zum Vergabegespräch, von der Lehrlingsausbildung bis zur Techniker-Qualifizierung, vom Erste Hilfe-Lehrgang bis zur Zertifizierung, von der Lohnerhöhung bis zur Abmahnung – das alles unter einen Hut zu bringen, wird meine Aufgabe auch die nächsten zehn Jahre sein.“
Deshalb wurde am vergangenen Samstag mit einem Brunch auf dem Firmengelände in der Fährstraße gefeiert. Zahlreiche Geschäftspartner hatten es sich nicht nehmen lassen, die ELAS-Fachleute auch einmal außerhalb der Baustellen zu treffen.
Quelle Text und Bild (2): Roxana Lange | Oderlandspiegel 27./28.09.2008